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Parodontologie
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Die Behandlung von Zahnfleischerkrankungen ist eine der Grundvoraussetzungen, um das "Ziel" Mundgesundheit zu erreichen.

Parodontose und Zahnfleischbluten sind die häufigsten Ursachen für Zahnverlust jenseits des dreißigsten Lebensjahres. Zahnfleischbluten ist das Symptom für eine akute oder chronische bakterielle Entzündung des Zahnfleisches. Dafür können vielerlei Ursachen verantwortlich sein, welche ich hier jedoch nicht aufführen möchte.

Zahnfleischbluten ist auf jeden Fall immer ein Warnsignal. Wenn es unbeachtet und unbehandelt bleibt oder länger als vier Wochen besteht, wird die Erkrankung chronisch und führt zur Parodontose.

Unter Parodontose versteht man eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Durch den Rückgang des Knochens von 0,5-1mm pro Jahr geht die Stabilität des Zahnes verloren, was zur Lockerung und schliesslich zum Verlust des Zahnes führt. Das Ziel jeder Parodontalbehandlung ist, den Knochenabbau zu stoppen, die Stabilität des Zahnes wiederherzustellen und ein Wiederkehren der Erkrankung zu vermeiden.

Bei uns 

In unserer Praxis gehen wir bei der Behandlung in fünf Schritten vor:

  • Diagnostische Voruntersuchungen und Besprechung des Behandlungsablaufs
  • Die gründliche Vorbehandlung durch eine geschulte Prophylaxehelferin. Diese Vorbehandlung beinhaltet neben der mikrobiologischen Untersuchung der Zahntaschenflora und einer Anleitung zur häuslichen Durchführung eines Stuhlabstrichs, Anleitungen zur Mundspülung und zur Zahnreinigung mit verschiedenen Hilfsmitteln. Ebenso erfolgt eine spezifische Ernährungsberatung.
  • Kontrolle des Zahnfleischs und der Putzmethodik. Messung des Knochenrückgangs und Beantwortung eventueller Fragen.
  • Die Reinigung der Zahntaschen mit Handinstrumenten und Ultraschall. Offene Chirurgische Maßnahmen kommen nur in Einzelfällen und nach Absprache mit dem Patienten vor. Hierbei können regenerative und knochenaufbauende Maßnahmen angewendet werden.
  • Beeinflussung, bzw. Korrektur der Darmflora durch langsamen Aufbau einer gesunden Darmflora mittels Gabe von Darm-Bakterien-Präparaten (Probiotikum). Bekanntermaßen ist der Mund ein Spiegel des Darms. Daher haben Zahnärzte oft festgestellt, dass es bereits bei alleiniger Beeinflussung bzw. Korrektur der Darmflora zu einem Rückgang der Parodontose kommt. Langsame Nahrungsumstellung:
  • Vom Nahrungsmittel hin zum Lebensmittel. Eventuelle Darmpilzbehandlung

Die regelmässige Nachbehandlung durch die Prophylaxehelferin (professionelle Zahnreinigung) ist die Voraussetzung für einen langfristigen Erhalt Ihrer nun geheilten Zahnbetterkrankung.

Dies ist nun auch der richtige Zeitpunkt für eine eventuelle Versorgung mit Zahnkronen, Implantaten oder anderen prothetischen Varianten.