Rezessionsdeckung (freiliegende Zahnhälse) mittels Tunnelierungstechnik

Obwohl keine funktionellen Einschränkungen vorliegen, stellen freiliegende Zahnhälse für den betroffenen Patienten oftmals ein ästhetisches Problem dar. Dadurch, dass die Zähne mit freiliegenden Zahnhälsen optisch länger erscheinen, sind die betroffenen Patienten oft gehemmt, wenn es darum geht unbeschwert zu lachen oder zu sprechen. Besonders auffällig ist eine sich zurückziehende Gingiva, wenn sich der Defekt im Außenbereich der Frontzähne oder der vorderen Seitenzähne befindet.

Bei geringfügigen Defekten, insbesondere wenn es sich um Zahnfleischdefizite an einem einzelnen Zahn handelt, bietet sich die Rezessionsdeckung mittels freier Schleimhaut- oder Bindegewebetransplantation an. Liegen hingegen so genannte multiple Rezessionen vor, bei denen Defekte der Gingiva mehrere nebeneinanderliegende Zähne umfassen, ist eine Korrektur mittels der Tunnelierungstechnik anzuraten. Von der jeweiligen Ausgangssituation abhängig bietet sich ggf. auch eine Kombination von freier Schleimhaut- und Bindegewebetransplantation mit der Tunnelierungstechnik an.

 

Rezessionsdeckung mittels Tunnelierungstechnik
Rezessionsdeckung

Zahnfleischrückgang vor Behandlung.

Rezessionsdeckung

Der gleiche Patient nach 5 Monaten.

 

Vor dem eigentlichen operativen Eingriff erfolgt zunächst eine professionelle Zahnreinigung, um ggf. vorhandene Zahnbeläge, die das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs gefährden können, zu entfernen. Anschließend wird die Empfängerstelle mittels Mikroskalpell für die spätere Aufnahme des Transplantats, das die Defekte abdeckt, präpariert. Dazu wird die Gingiva im Bereich der Rezessionen tunneliert. Ob das Periost dabei vom Knochen abgelöst oder dort belassen wird, hängt von der Art der Lappenbildung ab. Während ein Mukoperiostlappen aus der gesamten Schleimhautdicke inkl. Periost besteht und daher auch als „voller Lappen“ bezeichnet wird, wird beim Mukosalappen das Periost am Knochen belassen. Der Mukosalappen wird daher auch „Spaltlappen“ genannt. Bei der Spaltlappenbildung ist darauf zu achten, dass eine Lappenmindestdicke von 1mm eingehalten wird.

Nachdem die Empfängerstelle entsprechend vorbereitet wurde, erfolgt die Entnahme eines ausreichend großen Transplantats aus dem Gaumendach. Das vorpräparierte Transplantat wird nun durch die an der Empfängerstelle vorbereiteten Tunnelierungen in Position gebracht und durch nichtresorbierbare Nähte fixiert. Dabei ist darauf zu achten, dass durch die Nähte nur eine minimale Spannung aufgebaut wird, da sonst die Blutgefäße überdehnt werden können. Dies ist auf jeden Fall zu vermeiden.

Postoperativ ist der Patient anzuweisen, das Operationsgebiet für 2-3 Wochen von der Mundhygiene mittels Zahnbürste auszusparen. Es sind außerdem Analgetika und eine Chlorhexmedspülung zu verordnen. Die Entfernung des Nahtmaterials erfolgt 2 Wochen nach dem Eingriff, eine Nachkontrolle wird nach etwa 3 Monaten durchgeführt.

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