Freie Schleimhaut- und Bindegewebetransplantate

Grundsätzlich gilt es Zahnfleischerkrankungen erfolgreich vorzubeugen. Dennoch lassen sich Zahnfleischerkrankungen und infolgedessen auftretende Defizite des Zahnfleischs vor allem mit zunehmendem Alter nicht vermeiden. Zahnfleischerkrankungen (z. B. Gingivitis) und ein dadurch bedingter Zahnfleischrückgang (Rezession) können vielfältige Ursachen haben. Aus ästhetischer Sicht betrachtet, sind die Auswirkungen unabhängig von deren Ursache für die Betroffenen wenig ansehnlich. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich das Zahnfleisch im Frontzahn- oder im vorderen Seitenzahnbereich zurückbildet. Die betroffenen Zähne wirken länger und ein unbeschwertes Lachen oder Sprechen kann dadurch für den Betroffenen gefühlsmäßig unmöglich werden.

Glücklicherweise besteht heutzutage aber die Möglichkeit, Zahnfleischdefekte durch geringe chirurgische Eingriffe mittels so genannter Weichgewebetransplantation, auch bekannt als freie Schleimhaut- und Bindegewebetransplatate zu korrigieren.

 

Schleimhauttransplantation
Schleimhauttransplantat

Zahn 34 ohne feste (attached) Gingiva.

Schleimhauttransplantat

Breiter Saum feste (attached) Gingiva nach 4 Monaten.

 

Bei der freien Bindegewebetransplantation, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird zunächst aus den Bereichen des Kiefers, die über ausreichende Mengen Bindegewebe verfügen, ein Transplantat in entsprechendem Umfang entnommen. Dieses Transplantat wird anschließend dazu verwendet, den Zahnfleischdefekt abzudecken. Dazu wird das Transplantat an der betreffenden, zuvor chirurgisch aufbereiteten Stelle wieder eingepflanzt und an dem umgebenden Gewebe fixiert. Da es sich bei dem verwendeten Gewebe um Bindegewebe aus dem Kieferbereich handelt, gleicht das Transplantat dem umgebenden Gewebe vom gesamten Erscheinungsbild (Farbe, Oberflächenstruktur, Aufbau). Deswegen und aufgrund seiner Volumenstabilität eignet es sich besonders zur Abdeckung freiliegender Zahnwurzeln und Implantatschultern im äußeren Frontzahn- und vorderen Seitenzahnbereich. Das Bindegewebe an der Entnahmestelle wächst nach und das Transplantat selbst verwächst mit dem benachbarten Gewebe, so dass es nach der Einheilzeit optisch nicht mehr von dem benachbarten Gewebe zu unterscheiden ist.

Zahnfleischdefekte bestehen in der Regel aber nicht nur im Frontzahn- und vorderen Seitenzahnbereich. Sie treten auch nicht nur an den Außenseiten des Kiefers auf. Für Zahnfleischdefizite an den Kieferinnenseiten und im hinteren Seitenzahnbereich der Kieferaußenseiten besteht daher die Möglichkeit der freien Schleimhauttransplantation.

Hierzu wird aus dem Gaumendach ein dem Umfang des vorhandenen Defizits entsprechendes Transplantat entnommen und an der Stelle des zuvor chirurgisch aufbereiteten Zahnfleischdefizits eingepflanzt. Das Gaumendach ist für einige Tage empfindlich und wird daher im Regelfall temporär mit einer Gaumenplatte abgedeckt. Von den meisten Patienten wird dies anfangs zwar als ungewöhnlich, nicht aber als störend empfunden.

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